Heilerausbildung Köln

Vielleicht fragen Sie sich, woran Sie erkennen können, dass Sie Fortschritte gemacht haben, um auch schwierige Veränderungen in kleinen und bewusst gesteuerten Schritten nach dem 4-Schritte-Modell vollziehen zu können. Es wird Sie vielleicht beruhigen zu erfahren, dass eine erfolgreiche Veränderung oder Trennung nur zu einem geringen Teil auf der Ebene unseres willentlich gesteuerten Bewusstseins erfolgt und sich im besten Fall zum größten Teil auf der unbewussten Ebene vollzieht. Sie werden eine Zunahme Ihrer Veränderungskompetenz oft erst im Nachhinein erleben, aufgrund dieses inneren Assimilationsprozesses, der jeder Lernerfahrung zu Grunde liegt. Beispielsweise indem Sie bemerken, wie Ihnen Veränderung und Trennung irgendwie beim nächsten Mal bereits viel leichter fallen. Oder dass Sie irgendwann von Ihren nahen Freunden und Verwandten zu hören bekommen: »Du hast dich aber wirklich verändert«, »Du bist so klar, direkt und selbstbewusster geworden«. Solche Rückmeldungen könnten natürlich auch lauten: »Du bist plötzlich so egoistisch, arrogant, selbstbewusst und willensstark geworden«, wenn man Sie früher immer als »allzeit bereit« erlebt hatte.

Geben Sie sich selbst und den anderen Zeit, sich an Ihre neue Identität zu gewöhnen oder zu lernen, sich differenzierter auszudrücken. Sie kennen das, wenn man neu Gelerntes anwendet, kommt es anfangs manchmal noch etwas grob oder ungeschickt rüber. Das legt sich aber bald!


Falls sich Ihr Veränderungsverhalten, wie zu erwarten, nicht so ganz konfliktfrei vollzieht, scheuen Sie sich nicht, auf einzelne Abschnitte des Buchs zurückzugreifen, sich den einen oder anderen der vorgestellten Schritte zur Veränderung zunächst ganz absichtsvoll und bewusst noch einmal zu vergegenwärtigen und zielstrebig umzusetzen. Aktivieren Sie dafür in Ihrem Gedächtnisspeicher, was Sie von dem Gelesenen als Anregung oder sogar Leitfaden für Ihr zukünftiges Leben mitnehmen wollen.


Bevor Sie sich an die Verwirklichung schwieriger Veränderungsschritte machen, aktivieren und benutzen Sie Ihre Fantasie. Stellen Sie sich wiederholt und immer leicht abrufbar vor, wie Ihr Leben in Zukunft aussehen wird, wenn alles nach Ihren Plänen und zu Ihrer Zufriedenheit verlaufen ist. Setzen Sie sich in der Imagination einen positiven Anker für diese Zukunft, dann werden die Auseinandersetzung und die Überwindung von Widerständen in der Gegenwart umso leichter. (siehe »Zukunftsvision«)


Denken Sie an all die Menschen, die Ihre Veränderungsschritte unterstützen würden, anstatt sich auf die Meinung derer zu fixieren, die Ihnen unkenhaft immer wieder davon abraten. Sie werden möglicherweise entdecken, dass es sehr viel mehr Unterstützung in Ihrem Umfeld gibt, als Sie bisher gedacht haben. Riskieren Sie ruhig bewusst Ihr persönliches »Outing«, dass Sie nicht der allzeit bereite Meister aller Lebenslagen sind, sondern auch die Unterstützung Ihrer Freunde brauchen. Sie werden Ihnen danken, dass sie Ihnen persönlich auch einmal etwas zurückgeben können.


Wenn Sie im Laufe Ihres Veränderungsprozesses von inneren Ängsten oder gar Panikattacken belästigt werden sollten, denken Sie daran, dass diese inneren Ängste nicht gefährlich werden können. Sie können lediglich Ihren Lebenselan und Lebensweg auf behindernde Weise bremsen. Vielleicht hilft Ihnen auch der etwas provokative, aber ins Leben zurückführende Satz von Friedrich Nietzsche: »Man muss täglich einen Tod sterben, um am nächsten Tag neu leben zu können.«


Es geht um Ihr Leben, Ihre Zukunft, Ihre Selbstverwirklichung, selbstverständlich auch im Dialog mit anderen, die wegen der sich ständig verändernden Natur des Wachstums auch Veränderung und Trennung brauchen.

Wenn Sie den Weg der selbstverantwortenden Gestaltung Ihrer Persönlichkeit im Austausch mit der Sie umgebenden Umwelt weiter verfolgen wollen, könnten Sie nebenbei erfahren, dass Ihnen, als mutig gewordenem »Veränderer«, die süßen Früchte der Zufriedenheit durch selbstbewirkte Willensdurchsetzung und Veränderung in den Schoß rollen.


Einer meiner Lehrer hat mir einmal die persönliche Erfahrung vermittelt, dass vor einem wichtigen Durchbruch plötzlich eine merkwürdige innere Ruhe auftaucht, in etwa wie die Ruhe vor einem Sturm. Behält man etwas von dieser inneren Ruhe, dieser intuitiven und wissenden Gelassenheit in den »ups and downs« der Veränderungsprozesse bei, dann wird man aller Wahrscheinlichkeit nach die Erfahrung machen, dass selbst die wildesten Stürme weit weniger gefährlich sind, als man im Voraus befürchtet hatte. Sie werden vielmehr im Nachhinein erfrischende Klarheit und neue Lebensenergie erleben.


Freuen Sie sich jetzt schon, wie gut Sie mit Augenmaß und zielorientiert Ihre Veränderungsprozesse aus sich selber heraus oder im Zusammenhang mit anderen beginnen und zu einem guten Ende führen oder bereits geführt haben. Motivieren Sie sich mit dieser Vorfreude und der Gewissheit, Ihre Veränderungsziele zu erreichen.